Falsche Nummern und Ausreden – was Frauen eigentlich wollen

Fast jeden Mann ist soetwas schon einmal passiert. Man nimmt allen Mut zusammen und spricht die attraktive Frau an der Bar an. Man unterhält sich nett, flirtet und will schließlich wenigstens ihre Nummer haben. Und dann bekommt man Dinge zu hören wie „Ich habe einen Freund“, „Ich habe mein Handy nicht dabei“ oder „Ich bin lesbisch“. Oder, noch schlimmer, man bekommt eine Nummer und will am nächsten Tag schreiben, nur um festzustellen dass man eine falsche Nummer bekommen hat.

Warum können Frauen nicht einfach ehrlich sein, wenn sie kein Interesse haben? Am besten von Anfang an. So wüsste man gleich woran man ist, und käme sich am Ende nicht blöd vor, wenn man mit billigen Lügen abgespeist wird.

Um dieses Verhalten zu verstehen spielen wir ein Spiel. Gespielt wird ungefähr der Hälfte aller Menschen denen man begegnet und es heißt „Netter Kerl oder Psycho“.

Jedes Mal, wen man angesprochen wird, muss man sich entscheiden, ob es sich beim Gegenüber um einen ganz normalen Mann handelt der einen gerne kennen lernen möchte, oder um einen Psychopathen. Ist man der Meinung, einen netten Menschen ohne niedere Beweggründe vor sich zu haben kann man ihn entweder kennen lernen, ihm seine Nummer geben, oder ihm ehrlich sagen dass man kein Interesse hat. Entscheidet man, dass es sich wohl um ein gruseliges Arschloch handelt versucht man es nicht zu verärgern und tritt vorsichtig den Rückzug an.

Aber was passiert, wenn man sich falsch entscheidet? Hält man den netten Kerl fälschlicherweise für einen Psycho hat man die Chance auf eine tolle Beziehung verspielt und ihn vermutlich etwas gekränkt. Hält man aber den Psycho für den netten Kerl endet man vergewaltigt oder tot oder beides in einem Straßengraben. Wenn man sich also nicht sicher ist, wofür entscheidet man sich? Genau, vorsichtigen Rückzug.

Das Szenario ist keine Übertreibung. Es werden regelmäßig Frauen ermordet weil sie sich weigern Männern das zu geben was sie wollen. Weil sie ehrlich sagen, dass sie kein Interesse haben. Elliot Rodger begründete in einem 140-seitigem Manifest seinen Amoklauf damit, dass er einsam sein und Frauen ihn grundlos zurückwiesen. Er tötete 6 Menschen. Natürlich ein Extremfall, aber im kleinen passieren solche Angriffe regelmäßig.

Fast jede Frau kann eine Geschichte erzählen, in der ein Mann ihr im dunkeln nach Hause folgt. In der ein Typ sie einfach nicht in Ruhe lassen wollte. In der sie so tun musste als würde sie telefonieren, um aus einer Situation raus zu kommen. Kaum ein Mann hat soetwas zu berichten.

Sogar im nicht romantischen oder sexuellen Kontext passieren solche Dinge. Man ist nett zu einem Kunden auf der Arbeit, nächste Woche hängt er 3 Stunden im Laden rum und starrt einen an. Man lächelt freundlich wenn man jemandem einen Drink mixt, weil man das beruflich macht, und muss von Türsteher nach Hause gebracht werden weil der Typ nach Ladenschluss um 3 Uhr Morgens immer noch an der Hintertür rum hängt. Man gibt jemandem bei der Tafel einmal etwas mehr zu Essen, nächse Woche steht er vorm Fenster und wackelt mit den Augenbrauen bis man fast weinend alles hinschmeißt.

Wenn mal also einer der wirklich netten Typen ist, sollte man sich dessen bewusst sein. Wenn man wirklich eine Frau kennen lernen will, aber sie kein Interesse hat, dann zieht man sich zurück. Selbst wenn sie es nicht eindeutig gesagt hat. Denn wenn man wirklich ein guter Mann ist, dann weiß man was für Frauen auf dem Spiel steht.

Und für die wirklich netten Männer, die nicht verstehen wieso Frauen immer auf Arschlöcher reinfallen und sie ignorieren, warum manche Schlampen flirten und einen dann abblitzen lassen, warum keine Frau mit ihnen ins Bett will obwohl er sie den die Drinks bezahlen und sie ihnen deswegen etwas schuldet… ihr seid die Psychos im Spiel.

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Donald Trump und die Meinungsfreiheit

„Ich glaube, wir haben die richtige Entscheidung getroffen – auch, wenn unser Recht auf freie Meinungsäußerung verletzt wurde.“ – Donald Trump über eine abgesagte Wahlkampfveranstaltung

Die USA sind ein freies Land. Wenn man Amerikaner selbst fragt vermutlich freier als jedes andere Land. Damit hat jeder das Recht, zu tun und sagen was er denkt. So auch Donald Trump.

Donald Trump sowie Anhänger und ähnlich gesinnte haben das Recht, offen gegen Einwanderer, Frauen, Homosexuelle und jede andere Menschengruppe zu hetzen. Es herrscht schließlich Meinungsfreiheit!

Oft bekommt man dieses Argument zu hören, wenn man versucht solche Menschen darauf hinzuweisen dass sich dadurch eventuell andere Menschen bedroht, beleidigt oder verletzt fühlen könnten. Es gibt Meinungsfreiheit, man kann sagen was man will.

Ironischerweise wird das Wort „Meinungsfreiheit“ oft als Argument gegen bestimmte Meinungen eingesetzt. „Opa, ich finde eigentlich nicht dass Flüchtlinge schlecht für unser…“ – „Ich kann immer noch sagen was ich will, das hier ist ein freies Land!“

Also sagt man am besten nicht, was man denkt, um die Meinungsfreiheit anderer nicht zu verletzten.

Hier ist das Problem mit der Freiheit, insbesondere in Amerika: Es gibt sie nur, wenn man weiß, heterosexuell, christlich, männlich und am besten in Amerika geboren ist. So wie Donald Trump. Er kann tun und lassen was er will.

Wäre er schwarz könnte er nicht mal im Kaputzenpulli auf die Straße gehen ohne erschossen zu werden. Wäre er eine Frau könnte er nicht in eine Klinik gehen ohne angeschrieen zu werden, wenn diese Klinik auch Abtreibungen anbietet. Wäre er schwul, könnte er in Texas nicht mal essen gehen wo er wollte.

Aber Donald Trump ist keines dieser Dinge. Deswegen darf er sich frei darüber äußern, auf wie viele Arten er alle anderen Freiheiten aller anderen Menschen einschränken möchte.

Es wäre ja auch eine Frechheit, jemandem das Recht zum Reden zu nehmen, nur weil er andere Leute in ihrem Recht auf Gesundheitsversorgung, Sicherheit und Selbstbestimmung nehmen möchte!

Die Demonstranten auf Trumps Wahlkampfveranstaltung haben sein Recht auf freie Meinungsäußerung verletzt. Wir können von Glück reden, das Trump überhaupt noch die Meinung äußern konnte, dass man alle Demonstranten „windelweich schlagen sollte“, dafür dass sie ihre Meinung geäußert haben

Straßenblockaden und brennende Häuser

Warum laufen Menschen zu Fuß von Syrien nach Deutschland? Ganz einfach. In Syrien ist Krieg. Die Menschen haben Angst um ihr Leben. In Deutschland ist kein Krieg. Hier kann man Sicher leben, sich Fortbewegen ohne Angst vor Bombenangriffen haben zu müssen. Es gibt ein Sozialsystem, hier wird einem geholfen. Aber offenbar nur, wenn man hier aufgewachsen ist.

Wenn man nämlich Flüchtling ist, der aus einem Kriegsgebiet kommt und eine lange Flucht hinter sich hat, kann man nicht mal in Sicherheit vom Bus in die Flüchtlingsunterkunft kommen.

So geschehen in Clausnitz in Sachsen. Hier ein Video dass die Situation und den Polizeieinsatz zeigt. Hier ein Artikel aus der FAZ.

Die Situation ist so einfach wie erschreckend: Ein Bus mit Flüchtlingen kommt an einer für sie vorgesehenen Unterkunft an, über 100 „Demonstranten“ versperren ihm den Weg. „Demonstranten“ da zum einen keine Demonstration angemeldet war, zum anderen da wer gegen Flüchtlinge demonstriert kein Demonstrant ist, sondern ein bildungsfremder Rassist der nicht weiß wo hin mit seiner Energie.

Zum Glück ist die Polizei vor Ort. Und damit ist Glück für die Neonazis gemeint. Denn die Polizisten verwenden Energie nicht etwa darauf die im Unrecht handelnden Blockierer zu vertreiben, zu verhaften, oder wenigstens zu ermahnen, sondern darauf Kinder mit Gewalt aus dem Bus, vorbei an einer wütenden Menge die feindliche Parolen schreit in die Flüchtlingsunterkunft zu zerren.

Das Innenministerium wird den Einsatz der Polizeidirektion Chemnitz mit allen Beteiligten umgehend auswerten. Erst dann können wir Konsequenzen ziehen.

–  Markus Ulbig, sächsischer Innenminister

Ja, natürlich. Es könnte ja sein, dass der Polizist zurecht ein bereits traumatisiertes und verängstigtes Kind ins Gedränge zerrt. Ein wenig Umformuliert wird aus der Situation dann noch:

Bei drei der Ankommenden sei Zwang nötig gewesen, sagte Reißmann. Er kündigte dem MDR zufolge an, auch Ermittlungen gegen Flüchtlinge zu prüfen. Einige Businsassen hätten die Demonstranten mit Gesten zusätzlich provoziert.

FAZ, über den Chemnitzer Polizeipräsidenten

Die Flüchtlinge haben also die Demonstranten provoziert! Ist ja auch logisch. Die Menschen die nur in ihre Unterkunft möchten, um etwas Ruhe zu finden, werden von Demonstranten angepöbelt und mit menschenverachtenden Parolen konfrontiert, haben aber kein Recht darauf gereizt zu reagieren. DAS ist dann Provokation. Da fragt man sich doch, was dann das Verhalten der „Demonstranten“ war. Eine friedliche Demo? Meinungsfreiheit?

Zum Glück wurde ein Fehlverhalten inzwischen erkannt. Also das Verhalten der Polizisten muss ja noch ausgewertet werden. Aber gegen 13 Demonstranten wird ermittelt. Was diese 13 von den anderen 90 unterscheidet ist unklar. Warum 90 Menschen keine Konsequenzen dafür tragen müssen, dass sie ohne Recht Straßen blockieren, Menschen bedrohen und beleidigen und Hass verbreiten ist komplett unverständlich. Es liegt vermutlich daran, dass die Polizei ja anderweitig beschäftigt war.

Ein paar Tage später, anderer Ort, gleiches Bundesland: In sächsischen Bautzen brennt eine Flüchtlingsunterkunft. Offenbar gibt es Menschen, die das Problem von Kriegsflüchtlingen mit Brandanschlägen lösen möchten. Wie man gleichzeitig der Meinung sein kann dass Flüchtlinge unsere Kultur zerstören und zu viel Geld kosten, und dann Häuser zerstört und hohe Kosten für Feuerwehr und sanierung verusacht lässt sich von intellgenten Menschen nicht erschließen.

Da läuft etwas sehr verkehrt in Sachsen.

Aydan Özoguz, Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration

Das kann man wohl laut sagen.

 

Die Deutsche Bevölkerung hat Angst!

Viele Bürger sind heutzutage besorgt. Verständlich. Immer mehr Flüchtlinge kommen nach Deutschland, ein Ende scheint nicht in Sicht, eine Lösung für das Problem auch nicht. Natürlich hat man da Angst.

Angst vor einer zunehmenden islamisierung von Deutschand. Angst vor Moscheen neben Kirchen, Angst vor schweinefleischfreiem Essen und vor Menschen die einen anderen Gott, diesen Allah anbeten (wer vor lauter Angst noch Zeit für Bildung hat, Allah ist das arabische Wort für Gott, es geht hier also um genau den gleichen Mann im Himmel).

Angst, dass unsere Kinder in der Schule bald arabisch als zweite Fremdsprache lernen statt Latein! Angst dass der Islam im Religionsunterricht mehr behandelt wird als das Christentum. Vielleicht wird ja genau deshalb jetzt schon an Nächstenliebe und Gerechtigkeit gespart!

Und wer soll das alles bezahlen? Wir haben Angst um unsere Rente! Unsere Sozialleistungen! Unsere Krankenkassenbeiträge werden steigen, weil die Flüchtlinge behandelt werden müssen. Die Flüchtlinge werden aus der Tasche der deutschen Steuerzahler finanziert. Und wir haben Angst, dass bald keine Opernhäuser oder Flughäfen gebaut werden können.

 

Wir haben Angst, dass wenn wir unsere Kinder zur Schule schicken sie unterwegs im Meer ertrinken, weil ihr Boot kentert. Dass die Schleuserbanden unser Geld nehmen und verschwinden, und wir niemals in Europa ankommen.

Wir haben Angst, dass wir bei einem Attentat sterben während wir mit unseren Freunden in einem Cafe sitzen. Oder dass wir nach Hause kommen, von einem Attentat erfahren, und unsere Kinder nicht mehr nach Hause kommen. Oder dass unsere Kinder ins Krankenhaus kommen, denn Krankenhäuser werden immer öfter Bombadiert.

Wir haben Angst um unsere Töchter, die von IS-Kämpfern bedroht werden wenn sie in die Schule gehen. Um unsere Söhne, die in den Krieg ziehen wollen um uns zu verteidigen.

Ach moment, nein… das waren ja gar nicht wir, sondern die Flüchtlinge. Zurück zu den wichtigen Themen: Ist es im Moment eigentlich Sicher, einen Cluburlaub in Griechenland zu buchen?

Deutsche Kinder müssen auf Schweinefleisch verzichten

Die Debatte ist uralt und ein eindeutiges Beispiel für den (unterschwelligen) Rassismuss in Deutschland. Sollten in Deutschland Schulen und Kindergärten aus Rücksicht auf muslimische Kinder auf Schweinefleisch verzichten?

Hier ein Artikel zum Thema aus der Berliner Morgenpost

Die große Angst ist natürlich wie immer, dass Deutschland immer mehr vom Islam geprägt wird, und sich „Deutsche“ aufgrund der „Muslime“ einschränken müssen. Die Deutschen Kinder kriegen kein Schweineschnitzel, weil die Muslime das nicht dürfen.

Man sollte eigentlich meinen, dass man aus Rücksicht auf eine immer größer werdende Bevölkerungsgruppe auf ein einziges Nahrungsmittel gut verzichten kann. Objektiv betrachtet würde dies absolut keine Einschränkung bedeuten. Wir leben in einem Land, indem es eine Fülle an Lebensmitteln gibt, sodass es nicht mal besonders viel Kreativität bedarf um Scheinefleisch zu ersätzen. Selbst der einfallsloseste Kantinenkoch kann ein Schnitzel aus Pute statt aus Fleisch herstellen.

Die Vorteile sind eindeutig. Muslimische Schüler müssen sich, wie ihre Mitschüler auch, keine Gedanken um ihr Mittagessen machen. Muslime haben gegen eine Fülle an Voruteilen zu kämpfen. Auf diese Weise könnten Kinder Rücksichtnahme und Integration lernen und alle Kinder könnten gemeinsam problemlos zu Mittag essen. Dies setzt natürlich vorraus, dass man den Kindern die neue Entwicklung so erklärt und nicht mit „der böse Moslem nimmt uns das Schweinefleisch weg“.

Davon, dass man einen großen Schritt in Richtung gegenseitiger Achtung und Respekt gehen würde, würde man auch allen Kindern gesundheitlich einen Gefallen tun. Schweinefleisch ist ein grundsätzlich ungesundes Lebensmittel. Hoher Fettgehalt, Hormone, Antibiotila und von der Umweltbelastung durch Massentierhaltung wollen wir hier gar nicht anfangen. Doch der Deutsche Landwirtschafts- und Ernährungsminister meint hierzu:

Es kann nicht sein, dass wir Schweinefleisch, das Teil unserer Ernährung und Esskultur ist, einfach von den Speiseplänen verbannen.

Es ist also ungesund, aber wir sollten es weiter essen, weil wir es schon immer gegessen haben. Logisch. Lieber Herr Schmidt: Doch, kann es. Es kann sogar sehr gut sein. Kultur ändert sich, Gesellschaften ändern sich, das Bedürfnis nach einer bewussten Ernährung ändert sich. Doch dass ausgerechnet ein CSU-Politiker aktuellen Entwicklungen und Erkentnissen mit Ignoranz entgegentritt überrascht nicht.

„Ich erwarte hier, dass Kreativität im Umgang mit kulturellen Essgewohnheiten zu mehr Abwechslung im Speiseplan führt und nicht zu weniger.“

Für mehr Abwechslung müsste man sich aber tatsächlich mit Immigranten auseinandersetzten und deren „kulturelle Essgewohnheiten“ kennen lernen, und das ist nun wirklich zu viel verlangt. Wieso also das Schweinefleisch durch Gerichte der arabischen Küche ersetzten, wenn man genauso gut weiter ignorat und ungesund weiter leben kann?

Kein Schweinefleisch in Schulen anzubieten würde muslimischen Schülern zeigen, dass sie gewollt sind, und genauso rücksicht auf ihre Bedürfnisse genommen wird wie auf alle anderen. Stattdessen vermitteln wir Kindern Angst vor bösen muslimischen Einwanderern. Gesundheitliche Vorteile (die sonst für Kinder immer so wichtig sind) werden ignoriert, um unsere Esskultur vor islamischen Einfluss zu schützen. Wer der Meinung ist, dass Fortschritt und Integration so funktionieren, versteht von beidem nicht viel.

„Flüchtlings-Kontingente“

Angela Merkel fordert die Einführung von Flüchtlingskontingenten in der EU. Der französische Premierminister Manuel Valls lehnt dies ab.

Falls jemand sich unter dem Wort „Kontingent“ in diesem Zusammenhang nichts anfangen kann, dann liegt das vermutlich daran dass dieses Wort üblicherweise im Zusammenhang mit Waren und Gegenständen steht. Zum Bespiel gibt es bei Aldi nur ein Bestimmtes Kontingent an Hausschuhen, wenn diese im Angebot sind. Hier heißt es: jedes EU-Land soll eine bestimmte Zahl an Flüchtlingen aufnehmen, und dieses soll am besten über einen Verteilmechanismus geschehen.

Oder in deutlich: Deutschland will nicht so viele Flüchtlinge haben und verlangt dass andere Länder uns welche abnehmen, die anderen wollen aber auch keine Flüchtlinge. Also wird über „Kontingente“ diskutiert, während das umstrittene „Kontingent“ auf engstem Raum in Turnhallen lebt und darauf wartet „umverteilt“ zu werden.

Denn das Wort „Mensch“ hört man von Politikern im Zusammenhang mit der Flüchtlingskriese schon lange nicht mehr. Vermutlich ist es einfacher über Kontingente und Mechanismen zu reden, als über Schulkinder die nicht zur Schule gehen können oder ständig die Schule wechseln. Oder über junge Menschen die ihre Familien in ihrem Land zurückgelassen haben um in Europa studieren zu können und jetzt verurteilt werden weil sie unsere Sprache noch nicht können, obwohl sie vermutlich eh wieder „umverteilt“ werden.

Es sind Menschen, die hier Verteilt werden. Menschen mit Familien. Menschen die genau wie wir mal ein Zuhause, einen Job, eine Schule, ein Studium, eine Ausbildung und Freunde hatten, und jetzt in Statistiken über Kosten/Nutzen umgerechnet werden.

Aber wie soll man auch über sowas nachdenken, wenn man doch damit beschäftigt ist, die Botschaft in der Welt zu verbreiten „dass wir keine Flüchtlinge mehr aufnehmen“.

Premierminister Valls sagte, wichtig sei vor allem die Botschaft, dass Europa keine Flüchtlinge mehr aufnehme.

Alle Menschen, die jetzt noch in Syrien unter Krieg und Terror leiden, mögen bitte dort bleiben, denn Die Flüchtlingskrise „verunsichert die Bürger Europas“.

Bleibt nur noch übrig, sich zu fragen, wie man derart den Bezug zur Realität verloren haben kann, dass Mann lieber Kinder von Bomben getötet sieht als ein paar verunsicherte alte weiße Leute.